Zeitwert

Generell beschreibt der Zeitwert den Neuwert des Fahrzeuges abzüglich eines Geldbetrages für Abnutzung, Gebrauch und Alter. Dabei werden noch zusätzliche Kosten, wie z.B. für die Sonderausstattung und Zubehör, berücksichtigt. Der Zeitwert liegt unter dem Wiederbeschaffungswert. Diese Wertkriterien werden von einem Kfz-Sachverständiger / Gutachter im Gutachten oder der Bewertung eines Fahrzeuges / Gebrauchtwagenbewertung berücksichtigt.

Totalschaden (wirtschaftlich und technisch)

Bei unmöglicher, bzw. absolut ungerechtfertigter Reparatur aus technischen Gründen oder wenn das Fahrzeug komplett zerstört ist, ist der technische Totalschaden gegeben. Als wirtschaftlicher Totalschaden wird die unwirtschaftliche Wiederherstellung des beschädigten Fahrzeuges bezeichnet. BESONDERER FALL: Wenn die Summe aus Reparaturkosten und Minderwert geringer ist als die Differenz wischen Restwert und Wiederbeschaffung sowie die Reparatur dem Geschädigten nicht zumutbar ist, spricht man von einem Totalschaden.

Teilkasko

Für Schäden am eigenen Fahrzeug übernimmt die freiwillige Teilkaskoversicherung die entstandenen Kosten. Sie umfasst unteranderem Schadensfälle wie Brand, Explosion, Diebstahl, Glasbruchschäden, Schmorschäden, Marderbisse, Einwirkung von Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung.

Vorschaden

Beim Vorschaden handelt es sich um einen bereits reparierten Schaden. Dieser Schaden kann von der Qualität her unsachgemäß, nur zum Teil oder sach- und fachgerecht instandgesetzt sein. Der Kfz-Sachverständiger / Gutachterbeschreibt und dokumentiert die Qualität der ausgeführten Arbeiten.

Vorläufige Deckung bei der Fahrzeugversicherung

Die sog. Doppelkarte wird vom Versicherer als Versicherungsbestätigung ausgehändigt, direkt nach Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung oder Fahrzeugversicherung durch den Versicherungsnehmer. Der vorläufige Deckungsschutz für die Fahrzeugversicherung besteht nur, wenn die Versicherung nicht deutlich gemacht hat, nur die vorläufige Deckung für die Haftpflichtversicherung übernehmen zu wollen.

Vollkasko

Die Vollkasko ist freiwillig, sie ist eine Zusatzversicherung (Kasko) für Fahrzeuge. Sie beinhaltet die Leistungen der Teilkaskoversicherung, ergänzt diese bei Vandalismus durch Fremdverschulden und eigens verursachte Unfälle.

Versicherungsbetrug

Bei dem Verdacht, Opfer eines Betrügers geworden zu sein, besteht sofortiger Handlungsbedarf! Es sollte jedem Bürger klar sein, dass gegen geltendes Recht durch Versicherungsbetrüger verstoßen wird. Speziell bei Kfz-Versicherungsbetrug können die Strafen von empfindlichen Geldstrafen über Führerscheinentzug bis hin zu mehrjährigen Freiheitsstrafen reichen. Jedes Jahr entsteht ein hoher wirtschaftlicher Schaden in geschätzter Milliardenhöhe.   Unsere Tipps:

  • Fotos von der Unfallstelle und allen beteiligten Unfallautos erstellen, vor allem von dem gegnerischen Unfallauto
  • Achten Sie auf erkennbare, mögliche Schäden, die bereits vorher vorhanden waren, evtl. an Rost oder Schmutz erkennbar
  • Nehmen Sie die Personalien und Kontaktinformationen von Mitfahrern und Zeugen auf
  • Achten Sie auf evtl. Zeugen direkt nach dem Unfall, evtl. notieren Sie sich die Nummernschilder und Art und Farbe der Fahrzeuge,  die weiter fahren
  • Melden Sie den Unfall der Polizei, in jedem Fall! Diese führt eine Unfallaufnahme auf, teilen Sie Ihren Verdacht mit
  • Informieren Sie auch Ihre Kfz-Versicherung von Ihrem Verdacht
  • Nehmen Sie anschließend, wenn Sie die Schuldfrage begründet anzweifeln, Kontakt zu den Versicherungen auf, um unrechtmäßige Forderungen abzuwenden

Verbringungskosten

Nach einer Unfallschaden-Reparatur kann nicht jede Kfz-Werkstatt die Lackierarbeiten selbst durchführen. Durch das Überführen oder Verbringen des reparierten Fahrzeugs aus der beauftragten Reparaturwerkstatt in eine Kfz-Lackiererei entstehen Mehrkosten, die Verbringungskosten genannt werden. Auch diese sind von der eintrittspflichtigen Kfz-Versicherung auszugleichen.

Winterreifen

Winterreifen sollten mit der Kennung „M+S“, was für „Matsch und Schnee“ steht, sowie dem Schneeflockensymbol gekennzeichnet sein, damit man bei allen winterlichen Straßenverhältnissen (Matsch, Schnee, Glatteis usw.) sicher und unfallfrei auf der Straße unterwegs ist.

Seit Dezember 2010 besteht in Deutschland eine Winterreifenpflicht. Einen bestimmten festgelegten Zeitpunkt gibt es in der STVZO allerdings nicht, bei allen winterlichen Straßenverhältnissen tritt sie aber sofort in Kraft.

Winterreifen haben gegenüber Sommerreifen eine elastischere Gummimischung, was bei tiefen Temperaturen, Eis und Schnee eine deutlich bessere Haftung auf der Straße hat. Die Profiltiefe sollte mindestens 4 mm betragen.